Marl: News & Aktuelles aus der Region

Marl

Marl (Quelle: imago/blickwinkel )

Informationen zur Stadt Marl

Im nördlichen Ruhrgebiet liegt die nordrhein-westfälische Stadt Marl. Ihr wurde das Stadtrecht 1936 zugesprochen, allerdings erlebte Marl bereits zuvor einen raschen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Vor allem Chemie und Bergbau prägten die Stadt. Sie ist aber auch bundesweit für das ansässige Grimme-Institut bekannt.

Wirtschaftlicher Aufschwung durch die Zeche
Das Gebiet der heutigen Stadt Marl war bereits in der älteren Steinzeit besiedelt, wie Funde bei Ausgrabungen im Ortsteil Sinsen belegen. Später hinterließen auch keltische und germanische Stämme ihre Spuren. Letztere übernahmen die Region vollständig, nachdem sich die Römer nach der Varusschlacht im Jahre 9 n.Chr. hinter den Rhein zurückgezogen hatten. Die Haupterwerbsquelle der Bewohner war bis in die Neuzeit die Landwirtschaft. Einen Wendepunkt stellt der 21. Januar 1875 dar: Die Bohrgesellschaft Simson entdeckte in einer Tiefe von 514 Metern im Ortsteil Polsum Kohle – die Geburtsstunde des Bergbaus in der Region.

Weitere Bohrungen bestätigten ein Steinkohlevorkommen in Marl und führten letztendlich zur Gründung der Zeche Auguste Victoria im Jahr 1898 mit Verwaltungssitz in Düsseldorf. Später kam es zum Verbund mit der Recklinghäuser Zeche Blumenthal/Haard, was dazu führte, dass die Marler Schachtanlage den Namen Auguste Victoria/Blumenthal (AV/BL) erhielt. Das Bergwerk gehörte zu den leistungsfähigen Förderstandorten der Deutschen Steinkohle AG und schaffte zeitweise für rund 11.000 Menschen einen Arbeitsplatz.

1905 folgte die Gründung der Zeche Brassert, aber erst fünf Jahre später wurde die Kohleförderung aufgenommen. In den 1950er Jahren arbeiteten bis zu 5.000 Menschen auf Brassert. 1972 kam es zur Schließung, woraufhin auf gut zwei Dritteln des ehemaligen Zechengeländes in Marl-Brassert das Gewerbegebiet Zechenstraße entstand. Einige der Zechengebäude blieben allerdings erhalten.

Nach rund 116 Jahren wurde auch die Zeche Auguste Victoria am 18. Dezember 2015 geschlossen. Sie war die vorletzte Zeche im Revier sowie das drittletzte Steinkohlebergwerk in Deutschland.

Vom Bergbau zum Chemiepark
Neben dem Kohleabbau gewann auch eine andere Branche immer mehr an Bedeutung in Marl: Am 9. Mai 1938 wurden die Chemischen Werke Hüls GmbH im Stadtteil Drewer Mark gegründet. Die neuen Arbeitsplätze führten dazu, dass zwischen 1938 und 1942 mehr als 5.000 Menschen nach Marl zogen. Die Zuwanderung löste einen Wohnungsmangel aus, so dass die Arbeiter und ihre Familien zunächst in Lagern wohnen mussten. Daraufhin wurde mit dem Bau der sogenannten Bereitschaftssiedlung begonnen.
Heute ist der Chemiepark Marl einer der größten Industrieparks Deutschlands. Hier werden in circa 100 Anlagen mehr als 4.000 chemische Produkte wie Harze, Acrylsäure oder Weichmacher von Firmen wie Evonik Industries, Lanxess oder Vestolit hergestellt.

Marl und seine Sehenswürdigkeiten

Neben dem Chemiepark, der von Interessierten im Rahmen einer Führung besucht werden kann, hat Marl auch noch andere Sehenswürdigkeiten in seinen unterschiedlichen Stadtteilen zu bieten. Im Stadtteil Alt-Marl befindet sich beispielsweise die Alte Windmühle. Zusammen mit der Wassermühle am Volkspark ist sie ein Relikt der landwirtschaftlichen Stadtgeschichte Marls.

In der Nähe der Zeche Auguste Victoria, im Ortsteil Hüls, wurde 1925 ein Blei-, Zink- und Erzlager entdeckt. Der Förderschacht wurde bis 1962 benutzt und schließlich stillgelegt, als der Abbau durch fallende Erzpreise nicht mehr rentabel erschien. 1999 wurde er verfüllt. Förderturm und Maschinenhaus sind als Industriedenkmal und Wahrzeichen von Marl-Drewer erhalten und werden vom Heimatverein betreut.

Ebenfalls sehenswert ist das Luftkissendach des Einkaufszentrums Marler Stern. Es steht im Guinness-Buch der Rekorde als größtes Luftkissendach von Westeuropa. Das denkmalgeschützte Rathaus wurde in den 60er Jahren von den holländischen Architekten Johannes van den Broek und Jacob Bakema im Zentrum von Marl gebaut.

Medieninstitut und Grimme-Preis
Das 1973 in Marl gegründete Grimme-Institut – Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur mbH vergibt jährlich den Grimme-Preis für hochwertige Fernsehsendungen. Es ist nach dem deutschen Politiker und ersten Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR), Adolf Grimme, benannt.

Zu den Aufgaben des Grimme-Instituts gehören die Beobachtung, Analyse und Bewertung von Medienangeboten und -entwicklungen. Auftraggeber sind die verschiedenen Rundfunkanbieter, Medienunternehmen, Ministerien, Stiftungen und Bildungsorganisationen.

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